Chronik

1965 gab der Berliner Senat neues Kleingartengelände frei. Einige Räumer hatten Glück und erhielten eine Parzelle. Es wurde sofort mit der Einteilung und dem Bau der Häuser nach Plan begonnen (18qm). Im Juni war ein erstes Treffen der neuen Kolonie, dabei wurde der Verein gegründet. Man einigte sich auf den Kolonienamen „Flora“. Im Juli hingen die ersten Richtkränze an den Bauten. Unter viel Mühe und Arbeit ging das Jahr zu Ende.

1966 sah man sich bei der Arbeit im Garten oder beim Bau an den Lauben wieder. Nach und nach wurden die Häuser fertig und wir fanden uns des Öfteren zu einer Versammlung zusammen, dabei wurde die Kolonie zu „Flora e.V.“ und sie vergrößerte sich um weitere 5 Parzellen.

1967 sind bald alle Häuser fertig. Da wir keine abgeschlossene Kolonie sind, kommen auch viele Spaziergänger vorbei. Sie sind sehr erstaunt, wie schön alles geworden ist. Das größte Ereignis des Jahres war, dass die Kolonie 47 Parzellen hinzubekam. Es ist der untere Abschnitt, heute Flora Nord. Nun begann man dort mit der Arbeit. So sah man wie, Häuschen um Häuschen schnell fertig wurden. Es konnte auch mancher gute Rat weitergegeben werden. Die Kolonie wurde immer schöner und wir freuten uns sehr darüber. Wir trafen uns zu Versammlungen und kleine Feste, und so lernten wir uns ein bisschen näher kennen.

1970 bekamen wir ein kleines Musterhaus, was heute unser Vereinshaus ist. Die Freude war groß und wir pflanzten einige Büsche und Tannen Drumherum, wenn auch der Parkplatz etwas kleiner wurde. Noch mussten wir am Abend die Kerzen anzünden, aber es wurde schon mit der Bewag verhandelt. Es war aber bei Kerzen- oder Fackel- Schein immer recht gemütlich.

Wieder gingen mehrere Jahre ins Land. Einige Parzellen wechselten den Besitzer und so kamen neue Leute in den Verein. Diese freuten sich Kleingärtner zu werden.

1975 feierten wir das 10-jährige Bestehen der Kolonie Flora. Die Feier fand im Herbst im Seegarten statt.

1977 war es denn so weit. Die Kolonie erstrahlte im Lampenschein. Aber es heißt ja immer ohne Fleiß kein Preis, also mussten wir wieder einmal viel graben und Kabel verlegen. Doch die Mühe lohnte sich. Nun haben wir Strom, und möchten ihn nicht mehr missen.

1978 durften die Häuser auf 24qm vergrößert werden. Diese Gelegenheit wurde von einigen Kleingärtnern sofort in die Tat umgesetzt. Wir fingen wieder an zu bauen und bald sah man größere Häuser. Der Garten musste natürlich auch umgestaltet werden. Es wurden viele schöne Gartenteiche angelegt.

1985 wurde am 10.Juni das 20-jährige Bestehen der Kolonie mit Fahnenweihe und Bierausschank gefeiert. Leider standen wir im Regen, aber das kann keinen Kleingärtner erschüttern. Die mit Fahnen und Girlanden geschmückten Gärten wurden prämiert. Eine große Feier fand noch im Herbst in der Hermsdorfer Mühle statt.

1989 wurde in der Silvesternacht ein Haus angezündet und brannte völlig aus. Leider war man in den vielen Jahren auch nicht vor Einbrüchen sicher.

1990 feierten wir das 25-jährige Jubiläum im Saal der „LA PASSERELLE“. Leider sind von den 22 Gründungsmitgliedern nur noch 8 übriggeblieben.

2002 wurden auf den Parzellen Boden- und Luftuntersuchungen durchgeführt, was die Folge hatte, dass bei Flora Süd die Parzellen im hinteren Abschnitt nicht mehr verpachtet werden dürfen. Dies betrifft die Parzellen 62,63,66,67,70,71,74,75,78,79,82,83 und 86. Von den 70 Parzellen sind leider nur noch 65 Parzellen übriggeblieben.

2005 wurde ein großes Festzelt gekauft (20m X 10m). Bei den Sommerfesten waren manchmal über 200 Besucher anwesend.

2008 musste unser kleines WC auf dem Festplatz leider abgerissen werden. Es stand so dicht an eine Böschung, dass wir Angst haben mussten, es würde abrutschen. Wir kauften einen WC Container der viel größer und bequemer ist.

2015 haben wir das halbe Jahrhundert geschafft und wurden somit 50 Jahre alt. Der Verein einigte sich, dass die Feier bei einer Kanalmondscheinfahrt stattfinden sollte. Wir freuen uns, dass noch 1 Gründungsmitglied unter uns ist und viel über die Kolonie berichten kann.

Leider mussten wir schon von vielen Vereinsmitgliedern Abschied nehmen. Die Gartenfreunde werden immer in unserer Erinnerung bleiben.